Kinderkleider

Nachfolge für Rimini gesucht

Andrea Otto hat mit Rimini in Basel einen neuen Standard für Kinder-Secondhandkleider gesetzt. Nach vier Jahren sucht sie nun eine Person, die den Laden übernimmt.

Rimini Andrea Otto
(Bild: Nora Steffen/zvg Collage: Bajour)

Die Betreiberin des Kinderkleider-Ladens Rimini an der Feldbergstrasse, Andrea Otto, möchte ihr Geschäft mittelfristig nicht mehr selbst weiterführen. Die Entscheidung, sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen, sei ihr nicht leicht gefallen, erzählt Otto gegenüber Bajour. «Zu viel Herzblut, Idealismus und Engagement steckt in diesem Projekt, das seit Herbst 2021 fester Bestandteil des Quartiers geworden ist.»

In den letzten Monaten sei jedoch klar geworden, dass sie sich künftig auf ihr Kerngeschäft – das Riviera – konzentrieren möchte. Das Modegeschäft Riviera befindet sich nur ein paar Häuser weiter, ebenfalls an der Feldbergstrasse. Hier hat Otto vor neunzehn Jahren begonnen, hochwertige und nachhaltige Damenmode zu verkaufen. 

Die Idee für Rimini entstand Jahre später, als Otto selbst kleine Kinder hatte und feststellte, dass ein gut sortierter Secondhandladen für Kinderkleider in Basel fehlt. Statt auf Wühltisch-Atmosphäre und überfüllte Regale setzt Rimini auf sorgfältig kuratierte, stilvolle Auswahl. Jedes Kleidungsstück wird geprüft, von Hand etikettiert und mit einem Baumwollfaden an den Kleidungsstücken befestigt. Das Sortiment im Rimini ergänzt Otto mit fair produzierter Neuware ausgewählter Labels. 

Nach Lösung im Umfeld gesucht

Doch das Konzept, das Rimini so einzigartig macht, verlangt viel Einsatz. Andrea Otto beschreibt den Alltag mit beiden Geschäften als sehr herausfordernd. Beide Läden sind eigenständige Unternehmen mit jeweils eigenem Team und Backoffice. «Es sind nicht einfach zwei Filialen – es sind zwei komplett verschiedene Geschäfte mit unterschiedlichem Fokus und unterschiedlichen Anforderungen», sagt Otto. Beide Geschäfte zeitgleich zu führen, sei auf Dauer zu viel für eine Person alleine. «Auch physisch kann ich ja nur an einem Ort präsent sein», so Otto.

Der Gedanke, Rimini abzugeben, begleite sie schon seit Längerem – ein Jahr lang habe sie in ihrem Umfeld nach einer Lösung gesucht und Gespräche geführt. Bislang hat sich aber noch nichts Konkretes ergeben. 

Nun möchte Otto ihre Suche öffentlich machen – in der Hoffnung, eine Person zu finden, die mit frischem Elan, Stilbewusstsein und Unternehmergeist Rimini weiterführt. «Ich wünsche mir jemanden, der oder die sich mit Freude ganz auf Rimini konzentrieren kann, so wie ich mich wieder ganz auf Riviera konzentrieren möchte.»

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